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Native American Flute - Die Liebesflöte der nordamerikanischen Ureinwohner

  • Autorenbild: Christoph Schmid
    Christoph Schmid
  • 8. Jan.
  • 2 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 21. Jan.


Viele von uns kennen die Blockflöte. Für die meisten von uns war sie wohl das erste Instrument, mit dem wir in der Kindheit in Berührung kamen. Manche hatten ein echtes Talent dafür, lernten fleissig Noten lesen und spielten mit Freude. Andere hingegen denken noch heute mit einem leichten Schrecken an diese Zeit zurück: mühsames Notenlesen, Druck durch den Musiklehrer oder sogar durch die eigenen Eltern, die wollten, dass sich das Kind nun doch bitte musikalisch ausdrückt.

Mir ging es zum Glück nicht ganz so. Dennoch hatte ich nie wirklich eine grosse Begabung für Instrumente oder andere musikalische Aktivitäten. Ich habe mich damit arrangiert, Musik einfach zu hören und sie von anderen zu geniessen.


Vor knapp zwei Jahren änderte sich das jedoch schlagartig. Ich lernte ein neues Instrument kennen, das ich nahezu mühelos erlernen konnte. Schon beim ersten Mal, als ich es in den Händen hielt, durfte ich ein Erfolgserlebnis erfahren. Keine komplizierte Technik, kein Notenlesen. Nur ich und dieses wundervolle Instrument, das mir heute ermöglicht, das Lied meines Herzens in die Welt hinauszutragen.


Die Native American Flute – auch Liebesflöte genannt (warum sie so heisst, darauf komme ich noch 🙂) – hat mein Leben nachhaltig verändert. Sie hat mir den Weg auf meiner ganz persönlichen Reise zu meiner Musik und zu meinem Herzen gezeigt.

Und was haben nun die altbekannte Blockflöte und die NAF (Native American Flute) gemeinsam? Ehrlich gesagt: nicht besonders viel. Denn wie bereits erwähnt, braucht es keinerlei musikalische Vorkenntnisse, um mit ihr schöne, klangvolle Melodien entstehen zu lassen.


Doch woher stammt dieses wunderbare Windinstrument eigentlich? Flöten – oder allgemein Windinstrumente – existieren bereits seit Tausenden von Jahren. Archäologische Funde sind teilweise über 9000 Jahre alt und über den gesamten Planeten verteilt. In vielen Kulturen wurden Flöten für spirituelle Praktiken, Zeremonien und sogar zur Liebeswerbung eingesetzt. Oft galten sie als Verbindung zwischen der physischen und der spirituellen Welt.

Kommen wir nun zur Native American Flute. Diese Flöte wird auch heute noch von den Ureinwohnern Nordamerikas gespielt und zelebriert. Die „moderne“ NAF wird gemäss vorhandener Dokumentationen seit dem 19. Jahrhundert von den indigenen Völkern Nordamerikas genutzt. Ein junger Mann, der sich für eine Frau interessierte, liess sich oft eine ganz besondere Flöte anfertigen oder baute sie selbst und komponierte darauf sein persönliches Lied. Am Abend – häufig auf einem Hügel in der Nähe des Lagerplatzes – spielte er diese Melodie, die einzig und allein für die umworbene Frau bestimmt war.


Heute gibt es zahlreiche begabte Flötenbauer, die die Tradition der Native American Flute lebendig halten. Über die Jahre hinweg wurde dieses Instrument stetig weiterentwickelt, sodass es mittlerweile in vielen unterschiedlichen Formen, Grössen und Tonleitern existiert.

Doch eines haben all diese Flöten bis heute mit dem ursprünglichen Instrument gemeinsam: Sie laden zum intuitiven Musizieren ein und helfen vielen Menschen, ihre eigene musikalische Begabung zu entdecken.



 
 
 

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